Berner Oberland

Auf Wiedersehen Zug und Pius, Grüezi! Berner Oberland, du wunderschöne 2. Heimat.

Früh am morgen verlassen wir die“Weltstadt“ Zug, um ins wunderschöne Berner Oberland zu fahren.

Wir haben heute geplant, auf dem Thuner See zu schippern. Erneut bei der Hitze, die beste Alternative.

Ein wenig besichtigen wir Thun, aber da Sonntag ist, sind alle Läden geschlossen und es ist bei der Hitze auch nicht so sinnvoll hier noch rumzulaufen. Es macht leider nicht so viel Spaß. Also beobachten wir noch ein wenig die Surfer an der Aare, bevor wir den Zug zurück nach Interlaken nehmen.

Am nächsten Tag bin ich leider alleine unterwegs, da Micha krank ist. Also mache ich mich auf nach Interlaken Ost und nehme den Zug nach Grindelwald.
Dort angekommen bin ich erst mal ein wenig überwältigt, da hier alles komplett neu ist und es schon ein paar Jahre her ist, dass wir hier im Winterurlaub waren. Der neue Terminal in Grindelwald erinnert eher an ein Flughafenterminal, als an einen Bahnhof.

Von hier startet die neue V-Bahn, bestehend aus der bereits bestehenden Seilbahn zum Männlichen hoch und dem neuen Eiger Express, der einen in nur 15 Minuten zum Eigergletscher hoch bringt. Von hier aus kann man in die Bahn hoch zum Jungfraujoch fahren oder aber die Aussicht genießen und ein wenig wandern gehen.

Hier oben waren wir damals im Winterurlaub, die Landschaft ist wie immer sehr eindrücklich, vor allem der Blick auf die Eigernordwand.

Ich entscheide mich zur kleinen Scheidegg runter zu laufen. Hier sind kaum Leute unterwegs, sobald ich an der kleinen Scheidegg ankommen werde, wird sich das ändern.

Unten angekommen suche ich erst mal das obligatorische Mandelhörnchen. Jedes mal wenn wir auf der kleinen Scheidegg sind, gibt es ein Mandelhörnchen und ich werde fündig.

Anschließend nehme ich die Zahnradbahn runter nach Wengen. Von hier werde ich die Seilbahn zum Männlichen nehmen. Und man gönnt sich ja sonst nichts, ich kaufe mit das Ticket für die Cabrio Fahrt, um oben auf dem Dach zu stehen und die Landschaft aus einer anderen Perspektive genießen zu können.

Es ist schon ein außergewöhnliches Erlebnis oben auf der Seilbahn zu stehen und hoch zum Berg zu fahren. Habe ich so auch noch nicht erlebt.

Oben angekommen genieße ich noch die Aussicht und laufe langsam rüber zur Bergstation um mit der Seilbahn vom Männlichen runter nach Grindelwald zu fahren und von Grindelwald dann wieder zurück nach Interlaken.

Wie immer ist die Aussicht fantastisch und ich kann gar nicht genug davon bekommen, egal, wie oft das schon gesehen habe.

Das war mein Alleingang heute. Ich bin froh, dass es Micha am nächsten Tag wieder gut geht und wir uns auf den Weg hoch zum Schilthorn machen.

Die neue Schilthornbahn ist Teil des Großprojekts SCHILTHORNBAHN 20XX, bei dem die gesamte Seilbahninfrastruktur zwischen Stechelberg und dem Schilthorn modernisiert wurde. Die letzte neue Bahn wurde im April 2026 eröffnet und damit das Projekt abgeschlossen.

Zu den Highlights gehören:

  • 🚠 Stechelberg – Mürren: Die steilste Pendelbahn der Welt mit einer maximalen Steigung von 159,4 %. Die Fahrt dauert nur etwa 4 Minuten.
  • 🚠 Mürren – Birg und Birg – Schilthorn: Neue Funifor-Seilbahnen mit zwei unabhängigen Fahrspuren. Dadurch kann auch während Wartungsarbeiten meist eine Spur weiter betrieben werden.
  • 🏔️ Ziel ist das Schilthorn (2.970 m) mit dem berühmten Piz Gloria-Drehrestaurant und der Thrill Walk-Aussichtsplattform bei Birg.

Das Gefühl mit der steilsten Seilbahn der Welt zu fahren ist schon gigantisch. Alleine die Stützpfeiler der Seilbahn sind eindrücklich und das Gefühl, wenn man über diese drüber fährt, und die Kabine dann noch leicht schwankt, verursacht schon ein komisches Gefühl im Bauch, auch wenn ich keinerlei Angst habe beim Seilbahn fahren.

Oben angekommen, genießen wir die Aussicht bevor wir uns die James Bond Ausstellung ansehen. Hier wurde der James Bons Film „Im Namen seiner Majestät“ gedreht und das Drehrestaurant Piz Gloria diente als Kulisse.

Von hier aus geht es eine Station weiter runter, nach Birg, wo wir auf der Aussichtsplattform den Thrill Walk machen.

Der Thrill Walk bei Birg ist eine der spektakulärsten Aussichtsattraktionen der Schweiz. Der rund 200 Meter lange Felsensteg verläuft direkt an einer steilen Felswand auf 2.677 m Höhe und bietet beeindruckende Ausblicke auf die Gipfel Eiger, Mönch und Jungfrau.

Anschließend fahren wir noch eine Station weiter runter, nach Mürren. Hier bin ich tatsächlich noch nie gewesen und verliebe mich sofort in die autofreie Stadt.

Hier kann man noch hoch mit der Standseilbahn in nur 4 Minuten zum Allmendhubel, ein Aussichtsberg oberhalb von Mürren. Hier machen wir den Flower Trail, ein kurzer Themenweg mit über 150 Alpenblumenarten.

Am nächsten Tag machen wir eigentlich die selbe Tour, die ich bereits alleine am Montag unternommen habe, nur umgekehrt, wir fahren von Interlaken über Lauterbrunnen nach Wengen, und von Wegen gehts es erneut mit der Cabrio Bahn hoch zum Männlichen. Hier wandern wir hoch zum Gipfel und genießen die Aussicht.

Anschließend gehts es dann vom Männlichen runter nach Grindelwald und zurück nach Interlaken.

Von hier machen wir noch einen Abstecher hoch zur Harder Kulm.

Harder Kulm ist der berühmte Aussichtsberg von Interlaken und liegt auf 1.322 m Höhe. Er gehört zu den beliebtesten Aussichtspunkten im Berner Oberland und bietet einen spektakulären Panoramablick auf Eiger, Mönch und Jungfrau sowie den Thunersee und Brienzersee.

Mit der Standseilbahn sind wir in 10 Minuten oben. Auch hier bin ich noch nicht gewesen.

Nachdem wir hier noch ein Eis gegessen und was getrunken haben fahren wir mit der Bahn wieder runter und versuchen noch durch Interlaken zu schlendern. Allerdings gestaltet sich das bei über 35 Grad als schwierig. Wir kommen nicht so weit wie wir wollen, und setzen uns auf eine Bank in den Schatten mit Blick auf die Jungfrau.

Morgen geht es dann ins Wallis, nach Zermatt. Mein Herz blutet jetzt schon aber ich freue mich auch auf das Matterhorn, das wir hoffentlich sehen werden.

Auf Wiedersehen Berner Oberland.

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