18. und 19. Tag – Ilha Grande

Am Morgen verabschieden wir uns von unserem Lieblings-Schweizer, der heute schon nach Haue fliegt. Wir werden dich vermissen in unserer Truppe, und ich wünsche dir an dieser Stelle einen guten Rückflug. Hat sehr viel Spaß gemacht mit dir. Den ein oder anderen Caipi werden wir noch auf dich trinken.

Für uns geht es dann zum Ausklang der Reise zu einem weiteren Naturjuwel Südamerikas. Die vom Massentourismus noch weitgehend verschontgebliebene Ilha Grande lädt mit unberührtem atlantischen Regenwald und einsamen Traumstränden zum Wandern und entspannen ein.

Wir fahren entlang der idyllischen Costa Verde zunächst in den Ferienort Angra dos Reis. Hier stelle ich fest, dass ich Schussel meine Sonnenbrille im  Bus vergessen habe. Vielleicht habe ich Glück und bekomme sie weider.

Von hier nehmen wir die Fähre. Die Überfahrt ist recht abenteuerlich, da das Boot eigentlich zu klein für die Menschen plus Gepäck ist. Eingefercht versuchen wir die Koffer, Taschen und Rucksäcke ins Trockene zu bringen, da augenblicklich eine Regenfront aufzieht und wir während er Überahrt wieder einmal komplett durchnässt werden, allerdingt nur die vorne im Boot Platz gefunden haben. Zum Glück ist der Regenschauer schnell vorbei und nach ca. einer halben Stunde Fahrt erreichen wir dann Vila do Abraao, dem Hauptort der autofreien Ilha Grande.

In der Unterkunft angekommen wechseln wir erst mal die Klamotten und machen uns auf die Suche nach der nächsten Wäscherrei, da die sauberen Sachen zu Neige gehen. Auch erkunden wir den kleinen Ort und kehren zum Essen direkt am Strand in ein kleines Restaurant ein. Da die Tische und Stühle direkt im Sand am Wasser stehen muss man aufpassen, dass man nichts auf den Boden stellt, da das Meer schon bis zu unserem Tisch reicht. Danach machen wir unsere Notkäufe. Eine neue Sonnenbrille für 3 Tage muss her, sowie kurze Hosen,  Shirts und Badeshorts. Irgendwie haben wir für die heißen Tage zu wenig eingepackt, was auch relativ schnell durchgeshwitzt ist, weswegen man einen höheren Verbrauch an T-Shirt hat. Die Kredtikarte muss eben zum Abschluß noch mal glühen.

Am nächsten Tag steht ein Bootsausflug zu dem wohl schönsten Strand der Insel aufdem Programm. Mit dem Boot erreichen wir die Anlegestelle des Strandes. Jetzt geht es noch, laut Aussage  der Reiseleitung, ca. 20 Minuten durch den Regenwald. Da hier gestern ein Unwetter mit maßenweise Regen geherrscht hat, erreichen wir die schneeweiße Praia Lopes Mendes nach etwa 40 Minuten, da der Lehmboden doch sehr matschig und rutschig ist und wir nur alle Flipflops tragen. Endlich angekommen erstreckt sich vor uns der kilometerweite, von satt-grünem Regenwald gesäumte Sandstrand vor dem steilabfallenden Küstengebirge.

Am frühen Nachmittag geht es dann zurück zu unserem Urlaubsort. Den kompletten Rückweg begleitet uns ein kleiner, schwarzer Hund der uns den Weg zu weisen scheint und auch aufmerksam auf uns wartet, wenn wir mal zurück fallen. Sogar am Anlegesteg wo wir noch was trinken gesellt er sich zu uns.

Auf der Rükfahrt wird unser Bootsführer von der Küstenwache angehalten. Warum wissen wir nich. Auch steigen aus einem anderen Boot auf einmal die Passagiere mit zu uns. Da bleibt einem doch nur, portugiesisch zu lernen, damit man wenigstens etwas versteht.

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