Es ist wieder mal Zeit für eine Wanderung. Nach dem Frühstück heißt es Natur pur am Ende der Welt. Wir starten unsere Wanderung im Feuerland Nationalpark, mit einem Besuch beim wahrscheinlich südlichsten Postamt der Welt. Hier kann man sich, wer mag, gegen eine kleine Gebühr einen Stempel in den Reisepass machen lassen. Schnell wird auch noch die ein oder andere Postkarte verschickt und schon gehts‘ los mit der Wanderung.
Leider regnet es wieder etwas, so dass wir aufpassen müssen wo wir hintreten, da die idyllische Landschaft recht matschig und rutschig ist. Aber der Regen zieht sich bald zurück und auf unserem Weg durch wunderschöne Lengawälder und Strandbuchten klart es immer mehr auf bis am Ende auch die Sonne raus kommt.
Am Strand entlang erreichen wir nach ca. 3 Stunden die Bahia Ensenada wo bereits das Mittagessen auf uns wartet. In einem feststehenden Zelt stehen der Wein, sowie ein paar Snacks sowie Oliven und Chips bereit. Als Hauptgericht gibt es für alle Hünchen mit Reis, außer für mich, ich bekomme eine vegetarische Gemüse Quiche.
Nun wartet frisch gestärkt ein weiteres Highlight auf uns. Wir werden in Schlauchbooten durch die kalten Gewässer des Roca Sees und der Lapatia Bucht paddeln, sowie ein Stück entlang des Beagle Kanals.
Jeder von uns wird mir Gummistiefeln und Anglerhosen ausgestattet, sowie einer Rettungsweste.
Die Landschaft und das Wetter sind ein Traum und das Ende der Welt erstahlt in einer ganz anderen Perspektive vom Wasser aus. Die Sonne scheint, aber der Wind ist kalt, doch wir müssen unsere ganze Muskelkraft aufbringen um zum Ziel zu gelangen.
Die Paddeltour endet am Ende der Panamericana Route, südlicher liegt jetzt nur noch die Antarktis. Manche Menschen nehmen sich extra 1 Jahr oder mehr frei, um mit dem Fahrrad, Wohnmobil oder Motorrad von Alaksa hier runter zu fahren, über 17.000 km.
Am Abend kocht der Inhaber unserer Unkerkunft für uns. Wer möchte, kann auch einen Blick in seine Küche werfen und dem Koch über die Schulter schauen.
Auch hier gibt es wieder Hünchen mit Gemüse und Kartoffelbrei, für mich gibt es mit Spinat und Mozarella gefüllte Ravioli mit Tomatensoße.
Nach dem reichhaltigen essen sind alle so satt, dass es obedrauf noch einen Schnaps zur Verdauung gibt.
Dann heißt es auch leider Abschied nehmen von Feuerland und Patagonien. Morgen geht es zurück nach Buenos Aires für eine Nacht, bevor wir weiter fliegen zu den Iguazú Wasserfällen.
Schön war es hier am Ende der Welt. Kalt aber es hat mir so gut gefallen, dass wir auf jeden Fall noch mal wieder kommen werden.












