Heute morgen sind wir zu unser kleinen Nachbarinsel San Giorgio gefahren, um von dem Glockenturm der San Giorgio Maggiore den schönsten Blick auf die Stadt zu bekommen.
Raus aus dem Rummel vom Markusplatz, hoch mit dem Aufzug hinauf zur Aussichtsplattform der Kirche. Denn nirgendwo anders gewinnt man einen bessern Überblick über die Stadtlage. Und der Blick aus der Vogelperspektive ist überwältigend. Gleich gegenüber stehen Markuskirche und Dogenpalast mit der Seufzerbrücke. Auch die Tausende von Touristen kann man von hier beim ranzoomen beobachten. Direkt unterhalb blickt man auf den Giudecca-Kanal und der gleichnamigen Insel, auf der wir wohnen. Hier könnten wir ewig verweilen, um den großartigen Eindruck vollständig aufzunehmen.
Aber wir wollen auch den anderen Leuten diese Aussicht lassen und fahren wirder runter.
In der Kirche wird auch Kunst von der Bienale ausgestellt. Ein Gesicht aus Draht zusammen geschnürrt.
Weiter gehts dann Richtung Rialto Brücke. Leider werden wir hier herbe enttäuscht, denn hier findet eine gewaltige Baustelle statt, die Brücke ist in eine Bauplane gehüllt, die nur erahnen lässt, wie sie aussehen soll. Wir machen uns schnell auf den Weg durch die kleinen Gassen in eine ruhigere Gegend und landen in einer kleinen Bar, wo wir erst mal Pause machen, denn es ist schon wieder tierisch heiß.
Anschließend geht es auf zu einer von mir inzinierten Schnitzeljagd. Ich habe einen Venedig Kalender, und ich habe mir die schönsten Bilder mitgenommen und wollte sie selber fotografieren.
Micha ist der geborene Kartenleser, der Indiana Jones sozusagen von Venedig, denn er findet die ganzen Orte innerhalb kürzester Zeit.
Und was soll ich sagen? Es hat sich schon gelohnt. Und kaum ein Tourist hat sich hierhin verirrt.
Nachdem wir alle Orte gefunden haben, machen wir noch eine kleine Canale Grande Tour. Wir fahren mit der Linea 2 einmal komplett den ganzen Kanal rauf, vorbei an dem Anlegeplatz der großen Kreuzfahrtschiffe, zurück zu unserer Insel, wo wir den Tag bei einem kühlen Getränk ausklingen lassen, und froh sind, nicht mehr laufen zu müssen, denn heute war es schon einiges, was wir zurückgelegt haben und unsere Füsse sind einfach nur wund.
Aber das wird uns nicht aufhalten, morgen weiter auf Erkundungstour zu gehen.