Nachdem wir gestern Abend mit unserem Scout Ronald einen trinken waren, geht es heute morgen weiter Richtung Colca Canyon. Einigen geht es besser, anderen schlechter, man sollte den Alkoholgenuss in diesen Höhen lassen, oder einschränken.
Wir kommen vorbei an Lamas, Alpacas und Vicunas, die uns als Fotomodelle dienen. Dann wird es ernst, aus Asphalt wird bald Piste, und auf dem Patapampa- Pass erreichen wir 4870 m über dem Meeresspiegel.
Und hier erwischt leider einige die Höhenkrankheit, mich eingeschlossen.
Schon auf dem Weg nach oben trinken wir ohne Ende und haben uns zu Anfang der Fahrt mit allen möglichen Kokaprodukten eingedeckt. Kokablätter, Kokaschokolade und Bonbons. Aber es nützt nichts, jeder Schritt ist wie eine Marathon, das Herz wummert mehr als sonst und ich bekomme weiche Beine, bin kreidebleich und die Lippen sind blau.
Ich und die andere Yvonne bekommen eine Alkohol Lösung in die Hände und ins Gesicht gerieben, und kurze Zeit später haben wir wieder Farbe im Gesicht, trotzdem hyperventiliere ich.
Das schlimme ist auch, man muss permanent auf die Toilette, kann aber nur in den Büschen am Straßenrand machen.
Trotzdem ist die Aussicht atemberaubend. Wer kann schon sagen, dass er beim pinkeln so eine Aussicht hat.
Auf knapp 5000 m Höhe fällt einem jeder Gang so schwer, als wäre man auf dem Mond, trotzdem machen wir noch schnell ein Foto, bevor es wieder nach unten geht und wir endlich in Yanque ankommen, was nur noch auf 3420 m liegt.
Hier kann ich mich nur noch ins Bett legen und ausruhen, auch Yvonne geht es leider richtig schlecht, sie hat es auch noch am Magen und kämpft gleichzeitig mit der Höhenkrankheit.
Die anderen besuchen noch ein Thermalbad und anschließend am Abend das Planetarium. Ich fühle mich einfach nicht imstande und schlafe lieber um morgen fit zu sein, wenn wir durch den Colca Canyon wandern und hoffen, Kondore zu sehen.















