Heute waren wir auf dem höchsten Berg der Welt. Nein, wir sind nicht falsch abgebogen und auf einmal in Nepal auf dem Everest gelandet. Geologisch betrachtet ist der Mauna Kea der höchste Berg der Welt:
Auszug aus Wikipedia:
Der Vulkan Mauna Kea (hawaiisch für Weißer Berg[1] oder Mauna a Wākea) ist mit etwa 4205 m der höchste Berg auf Hawaii. Bezieht man bei der Messung der Höhe den unterhalb der Meeresoberfläche liegenden Anteil mit ein, gilt Mauna Kea als größter und höchster Berg der Erde mit 10.203 Metern.[2] Mauna Kea wird in der hawaiischen Kultur als ein heiliger Ort angesehen.
Der Mauna Kea ist vulkanischen Ursprungs. Vom Meeresgrund etwa 6000 Meter unter der Oberfläche bis zum Gipfel ist er über 10.000 Meter hoch. Da er auf Grund seines hohen Gewichts in den Meeresboden eingesackt ist, liegt der eigentliche Fuß des Berges unter dem Meeresgrund. Vom Fuß bis zum Gipfel ist der Mauna Kea über 17.000 Meter hoch.
Bevor wir allerdings auf die 4200 m hoch fahren, halten wir am Visitor Center um uns erst mal 30 Minuten zu aklimatisieren. Das ist übrigens Pflicht und muss jeder machen, der hoch fährt.










Hier kann man Souvenirs shoppen, etwas zu Essen kaufen und es gibt eine kleine Ausstellung zu den Observatorien auf dem Gipfel. Die Ausstellung zeigt einem, in welchen Projekten die Observatorien involviert waren. Natürlich finde ich auch mein persönliches Lieblingsprojekt: Event Horizon – das Projekt hat das erste Bild von einem schwarzen Loch veröffentlicht.
Nach 30 Minuten geht es dann hoch zum Gipfel. Aber schon hier merkt man ein wenig die Höhe und Micha hat ein wenig Atemnot und Druck auf der Brust.
Auf diesem Bild hier sehen wir übrigens die einzige Schneefräse auf ganz Hawaii. Denn das hier ist auch der einzige Ort auf Hawaii wo es schneit.

Schon die Fahrt nach oben ist sehr mystisch. Man kommt sich so vor wie auf dem Mars. Alles ist rot gefärbt. Das liegt an dem Eisen in den Steinen, das bei Regen ausgewaschen wird und somit alles in rot taucht.





Und dann ist es endlich soweit, in der Ferne tauchen die mächtigen Observatorien auf. Über den Wolken des Mauna Kea observieren internationale Forscherteams das Weltall.
Wir fahren ganz dicht ran, um Fotos zu machen.
Anschließen suchen wir uns einen Platz, um den Sonnenuntergang zu beobachten und anschließend den Nachthimmel zu bestaunen.
Aber hier erst mal ein paar Eindrücke des wirklich spektakulären Ereignisses.



















Nachdem die Sonne untergegangen ist, offenbart sich der Blick auf die Sterne. Ich habe in meinem ganzen Leben wirklich noch nie so viele Sterne gesehen.
Und ja, wir sind immer noch auf Hawaii, auch wenn es nach einer Arktis Expedition aussieht, aber es ist wirklich verdammt kalt geworden. Man muss auch die Höhe bedenken. Zum Glück ist es windstill und wir bekommen dicke Parkas, Handschuhe und heiße Snacks und Getränke serviert.




Anschließend bekommen wir noch eine kleine Schulung zu den Sternbildern. Unser Guide zeigt unds die aktuellen Sternbilder mit einen Laserpointer und wir lernen einiges über den Sternenhimmel. Auch ein Blick durch ein Teleskop auf die Andromeda Galaxie bleibt uns nicht verwehrt.
Außerdem bekommen wir noch unser Astro-Photo vor dem Sternenhimmel.

Total durchgefroren aber total glücklich machen wir uns dann wieder auf den Heimweg. Heute brauche ich sehr lange um einzuschlafen, da ich dieses Erlebnis erst mal verarbeiten muss…In jedem Fall, es war jeden Cent wert.
Morgen gehts dann in eine neue Unterkunft in Volcano, im Süden von Big Island. Hier erwarten und dann Vulkane, Wanderungen, schwarze Strände und Wasserfälle. Also, seid gespannt… es wird noch viel zu berichten geben.
In dem Sinne: Aloha and Mahalo, gute Nacht oder guten Morgen, bleibt gechillt und haltet durch. Nach Regen folgt Sonnenschein !!