1. Tag
Die nächste Unterkunft ist nur ca. 1 1/2 Stunden weit weg. Was genau wir uns dabei gedacht haben, kann ich nicht mehr rekapitulieren. Es scheint so, als haben wir uns was dabei gedacht, 6 Nächsten unten im Süden zu verbingen, aber eigentlich haben wir bereits nach 2 Tagen im Süden alles erlebt und gesehen, was wir uns vorgenommen haben.
In Höfn angekommen, besuchen wir erst mal den örtlichen Supermarkt, der letzte Ort hatte keinen, und schauen uns ein wenig um. Das Wetter ist heute morgen nicht so gut, der Nebel versperrt einem die Sicht auf das, was man sehen könnte. Und wirklich warm ist es auch nicht mehr.
Wir wundern uns, warum überall orange farbene Fahnen, Luftballons und Hummerfiguren hängen. Da es das 1. Juli Wochenende ist, findest hier das alljährliche Hummerfest statt.Auf den Speisekarten stehen fast ausschließlich Hummergerichte, mehr dazu später.
Viel zu früh kommen wir mitten im Nichts bei unserer Unterkunft ab, einem Schafhof. Das hatte ich mir bewusst so ausgesucht, in der Hoffnung den Schafen ganz nah zu kommen.
Und tatsächlich, ich habe Glück. Stefan, der Hofbesitzer, lässt uns die Lämmer füttern, die leider ihre Mutter verloren haben.
Das war dann das Highlight für mich des Tages. Den Rest des Tages verbingen wir im Garten bei strahlendem Sonnenschein, obwohl wir 1 Stunde vorher noch im Nebel waren. So schnell ändert sich das Island Wetter.
2. Tag
Am nächsten Tag zeigt sich Island uns von seiner anderen Wetterseite.
Es ist kalt geworden, 8 Grad, und der Wind peitscht uns um die Ohren.
In unserer Nähe ist ein kleiner Wasserfall, den wir uns ansehen. Wirklich späktakulär ist er nicht, aber auch nicht allzu langweilig. Es ist auch ein Spot an dem wir diesmal tatsächlich komplett alleine sind.
Der Wind weht so stark, dass wir beim Aussteigen die Tür festhalten müssen. Jetzt erst mal einen heißen Kakao.
Wie schon erwähnt, findet hier momentan das Hummerfest statt. Auf den Speisekarten findet man kaum was, ohne Hummer. Es gibt Hummer Pizza, Hummer Suppe, frittierten Hummer, und und und….Micha wird heute zum ersten mal frittiere Hummerschwänze mit Mayo probieren.
Fazit: Schmeckt wie Tintenfisch.
In dem Dorf sind Buden und Zelte aufgebaut, erinnert an ein kleines Bochum Total. Hier ist für massig Unterhaltung gesorgt, hier wird es am Abend wohl eine große Party geben.
3. Tag
Heute ist es sehr stürmisch. Der Wind pfeifft hier durch die Hütte und beim Rausgehen muss man aufpassen nicht weg zu fliegen.
Da wir gestern schon nicht wirklich viel unternommen haben, auch auf Grund des Wetters, enschließen wir uns spontan, einen Wanderung im Skaftafell Nationalpark zu machen.
Dafür müssen wir erst mal wieder 1 1/2 Stunden zurück fahren, vorbei am Diamond Beach und den Eisbergen. Das Wetter wird auch immer schlechter, je näher wir uns dem Ziel nähern.
Angekommen regnet es in einer Tour, allerdings ist es hier windstill, im Gegensatz zu Höfn.
Wir suchen uns eine kleine Wanderroute aus, die zum Wasserfalls Svartifoss führt.
Als wir dann zurück auf dem Hof sind, dürfen wir dann noch ein letzte mal die Lämmchen füttern.




































